Vier Tage in Pruppach, Yvette wird 50

Sonntag, 19.07.2015

 

Sehr angenehm mal wieder für vier Nächte ein schönes Zimmer zu beziehen. Die Pferde sind in kühlen Boxen untergebracht und dürfen sich an den kühleren Abenden auf der Wiese die Beine vertreten. Den Freitag nutzen wir für eine Shopping Tour nach Ambervg, gute 30km entfrrnt,mit Uwes Auto ein klacks, mit Pferd wäre es eine Tagesreise.

Dann trudeln die ersten Gäste ein. Maria,Paul und Hanne haben eine stressige Tour hinter sich, Stau,Stop and Go, aber die Wiedersehensfreude ist groß. Heike und Gerwin, die am nächsten Morgen zum Frühstück da sein wollten, gehts nicht besser, sie trudeln gegen Mittag ein. Alle erwarteten Gäste sind da, aber dann die große Überraschung. Völlig unerwartet für Yvette erscheinen erst Hanno und Denise und dann ihre Mamma, die Schwestern Doreen und Peggy und Jana und dann noch Geli und Peter und Söhnchen Fin. Yvette kanns nicht fassen und ist happy!!!

Eine schöne Feier am Abend und ein gemütliches Frühstück in großer Runde,schnell vergeht die Zeit und noch einmal müssen wir Abschied nehmen. Wenn alles gut geht sind wir in drei Wochen wieder daheim. Von jetzt an sind wir drei Reiter/innen, drei Pferde und Lisbeth, denn Helga und Serano erweitern unser Reiseteam!

 

ZehnTage durch den Oberpfälzer Wald

Freitag, 17.07.2015

 

 Nach Hirschbach Pruppach sind ca. 70km, dort wollen wir in 10 Tagen Yvettes Geburtstag feiern, also machen wir noch einen kleinen Rundritt durch den Oberpfälzer Wald. Da es wieder warm werden soll, reiten wir am Montagmorgen nach Waldmünchen an den Perlsee. Das nächtliche Gewitter hat für reichlich Abkühlung gesorgt, schönes Reitwetter, aber der kleine Strand am Silbersee, den wir gegen Mittag passieren, kann uns so nicht locken. Aber als wir uns am späten Nachmittag Waldmünchen nähern, ist es schon wieder richtig warm. Im nahegelegenen Reitstall beziehen die Pferde zwei dick eingestreute Boxen und wir gehen auf den Zeltplatz. Badeurlaub, denn auch am nächste Tag steigt die Temperatur weit über 30Grad. In der Nacht gibts ein heftiges Gewitter, ganz schön beängstigend in unserem kleinen Zelt, obwohl es regnet und Sturmböen an ihm zerren, liegen wir trocken und warm.

Wieder ist es merlich kühler geworden und so lockt uns auch am Mittwoch der Silbersee nicht zum Baden, als wir ihn erneut passieren. Über Muschenried, wiedermal dürfen wir auf einer Wiese übernachten, gehts am nächsten Tag nach Oberviechtach. Es ist kalt geworden, es stürmt und regnet, also machen wir gegen Mittag Stop, die Pferde beziehen Boxen beim RV Oberviechtach und wir die Hochzeitssuit einer schönen Pension. Gut ausgeruht führt uns der Weg nach Reisach, in der Wanderreitstation werden wir, obwohl nicht angemeldet freundlich empfangen, gut bewirtet und auf dem schönen Hof fühlen wir uns gleich sauwohl. Wir dürfen noch einen Tag bleiben und genießen die herrliche Terrasse.

Der Abschied fällt uns schwer, erst um 11Uhr ziehen wir weiter. Bis Goldbach folgen wir der Pfreimd, die sich meist tief unter uns im engen Tal ihren Weg gebahnt hat. Der Wald bietet uns an diesem heißen Tag angenehmen Schatten. Über Vohenstrauß, hier machen wir am Markt Pause, geht's nach Waldthurn Ortsteil Woppenrieth. In Waldthurn ist Stadtfest und unser Gastgeber der Bürgermeister, obwohl er und seine Familie auf dem Fest mithelfen und feiern, können wir eine Ferienwohnung und die Pferde einen Stall mit Auslauf beziehen.

Am nächsten Tag reiten wir wieder Richtung Süden, bei den Wolfslohfelsen führt die Schafsbrücke über die Leraub. Ein idyllisches Plätzchen für die Mittagsrast. Anschließend ziehen wir aufwärts zur Burg Leuchtenberg und weiter bis Luhe. Am Ortsrand lebt eine Familie mit zwei wunderschönen Arabern und fünf Gänsen. Wir müssen nicht groß fragen und schon sind wir im Stall untergebracht. 

Noch drei Tage Tage und ca60 km bis zum Treffen beim Elsabauern. Also können wir langsam machen. Nach einem drittel der Strecke finden wir einen Campingplatz mit Badesee, aber leider finden wir in Schnaitenbach keine Unterkunft für die Pferde. Also weiter, der Wanderweg folgt einer alten Handelsroute, der Goldstraße.Wir steuern die Chestnut Ranch an, wir sind nicht angemeldet, aber werden von Francis und ihrem Mann herzlich begrüßt und verbringen zwei gemütliche Tage mit Rundumversorgung in angenehmer Gesellschaft.

Gut ausgeruht machen wir uns auf zum Fest. Wir reiten über den Tilly Wallenstein Weg, der von der Tillyschanz bei Eslarn nach Nürnberg führt. In Königsstein treffen wir uns mit Helga und Serano, die die letzten drei Wochen mitreiten werden, und reiten die letzten 3km zum Elsabauern nach Pruppach.

Treffen mit Familie

Sonntag, 05.07.2015

 

Wie gut, daß es heute Internet gibt. Unter www.ferien auf dem Bauernhof.de hat Yvette einen Landgasthof ganz in der Nähe von Eslarn gefunden, ein Anruf genügt, wir dürfen kommen und selbstverständlich auch Elisabeth und Konrad mit Papa und Mama. Die Pferde sind auch prima untergebracht. 

Beim Lindauer Wirt werden wir schon erwartet, die Zimmer sind gerichtet und die Pferde beziehen eine große Aussenbox. Wir warten auf unseren Besuch. Donnerstag gegen Abend, wir sitzen unter den Birken beim abendlichen Schoppen, kommen sie den Berg hochgebraust, große Wiedersehensfreude. Nach der langen Autofahrt,gehts an diesem warmen Sommerabend noch schnell auf den Spielplatz und dann ins Bett.

Freitag wird dann endlich das Zelt aufgebaut. Elisabeth und Konrad haben sich doch so aufs Zelten gefreut. Das Zelt ist klein, aber gemeinsam mit der Oma haben sie genügend Platz. Doch bevor es soweit ist werden die Pferde geritten und bei diesem heißen Wetter brauchen wir alle eine Abkühlung, also machen wir einen Ausflug an den Moorsee nach Schönsee.

Das gemeinsame Wochenende war wunderschön doch leider viel zu schnell vorbei. Wiedermal heißt es Abschied nehmen,aber jetzt dauert es ja nicht mehr lange und wir sind daheim.

 

Von der Moldau in die Oberpfalz

Montag, 29.06.2015

 

Es ist kühl, als wir auf die Pferde steigen und so ziehen wir unsere Regenchaps über. Wir folgen einem Wanderweg, der uns über die Staudammmauer und dann Richtung Westen führen wird. Selten in Tschechien, die Markierung endet, wir stehen im Wald und mit Hilfe des Kompass finden wir zur nächsten Straße und da taucht auch wieder unser Wanderzeichen auf.

Leider ist Leo beim durchreiten eines Grabens auf die Knie gefallen, dabei hat sich Yvette erneut die Rippe geprällt und schreit vor Schmerz laut auf. Sie ist hart im Nehmen und wir ziehen langsam weiter. Nachdem wir die Staumauer überquert haben, kommen wir wieder ans Seeufer, die Pferde können saufen und Lisbeth geht schwimmen, denn mittlerweile scheint die Sonne.Dann klettern wir durch den schattigen Wald auf dem Moldautal. Weiter gehts Richtung Westen, wir wollen nachTrochovice, hier soll es laut Karte einen Reitstall geben. Bevor wir den gegen 18 Uhr erreichen, öffnet der Himmel wiedermal seine Schleusen und ein heftiger Wind peitscht uns das Wasser um die Ohren. Die Pferde stehen in der Nacht in Boxen ohne Sichtkontakt und so kommt Valle kaum zur Ruhe. Aber besser trocken und gutes Futter, als draussen in der Kälte

.Am nächsten Tag, wir sind grade mal 12km geritten, haben aber das dringende Bedürfnis uns zu regenerieren, checken wir ins noble Hotel Equitana ein, ein Wellnesshotel mit einer riesigen Reitanlage. Hier beginnt am nächsten Tag ein großes Springturnier, aber wir geniessen die Sauna und Valle bekommt vorne ein paar neue Eisen.

 

Nach zwei Tagen ziehen wir weiter, durch den Wald unterhalb des Tremsin (827) gehts nach Lunova (46 Einwohner), hier haben die Pferde ein Freizeitgrundstück mit richtig hohem Gras und wir eine offene Laube. Und nach einer weiteren Nacht im Zelt auf einer Wiese in Predenice erreichen wir die Ranc Cerveny Mlyn in Lisov. Ein rustikale Westernreitanlage, schöne Pferde, schönes Zimmer und sehr nette Gastgeber. Wir bleiben zwei Tage, die Pferde werden vom örtlichen Schmied beschlagen und wir baden im See im nahegelegenen Steinbruch.

 

In der Nacht bevor wir weiterreiten bekommen wir eine Sms vom nächsten Quartir wir sollen uns ein anderes Quartier suchen, wirklich ärgerlich, denn hier wollten wir uns mit Katharina, Sven und den Enkelkindern treffen. So beschließen wir am Morgen, die fast 60km bis zur Grenze in einer Tour zu reiten. Gott sei Dank sind unsere Pferde gut ausgeruht und fit und wir erreichen um 21Uhr Eslarn im Oberpfälzer Wald. Ein heisser Tag mit Vielen, vielen Pferdebremsen,anstrengen für alle. In Eslarn dürfen wir auf einer Wiese den Paddock und das Zelt aufbauen, zusätzlich gibts Gras und auch ein bischen Kraftfutter und über allem steht der Mond fast voll, romantische Ankunft in Deutschland.

 

Von Jindrichuv Hradec über Tabor zum Moldaustausee Vodni Nadrez Orlik

Sonntag, 21.06.2015

 

Die Gewitter vom Wochenende haben für Abkühlung gesorgt, gutes Reitwetter! Wir folgen in den nächsten Tagen dem Südböhnischen Reitweg, der von Desna kommend bis nach Brandlin/Tabor führt. 

Eine schmale Eisenbrücke über die Nezarka kann uns nicht aufhalten, die Wege sind zwar oft steinig, aber es gibt auch immer wieder schöne Wiesenwege die zum Traben und auch zu einem kurzen Galopp einladen. Stille Waldpfade und schöne Fernsichten sorgen für Abwechselung. 

Besonders schön, dass Wasserschloss Cervenha Lhota, ein beliebtes Ausflugsziel! Und im dazugehörigen Ausflugslokal lassen wir es uns nach dem kargen Frühstück in Najdek so richtig gut gehen. Immer wieder gut sind Forellen aus einem der unzähligen Fischteiche und die diversen böhmischen Suppen.

In Borotin machen wir mal wieder einen Tag Pause und schauen uns Tabor an. Pferde und Hund bleiben im Stall, bzw auf einer großen Koppel. So können wir gemeinsam den Burgturm in Tabor besteigen und das Mittelaltermuseum besichtigen. 

Mittlerweile ist es empfindlich kühl und regnerisch geworden. Die Quartiersuche wird schwieriger, aber letztendlich finden wir immer wieder eine Pansion oder ein Plätzchen fürs Zelt.

 

Am Moldaustausee, dort wo sich Otawa und Moldau vereinen, dürfen wir auf dem Campingplatz auf eine große, mit Maschendraht sicher eingezäunte Wiese. Leider ist es viel zu kalt zum Schwimmen und so begnügen wir uns mit einem abendlichen Strandspaziergang und genießen die herrliche Umgebung. 

Gemütliche Tage im Naturpark Ceska Kanada

Montag, 15.06.2015

In Mariz haben die Pferde nur einen gut befestigten Paddock, davor können wir aber noch ein Stückchen Wiese abtrennen. Zusätzlich lassen wir sie noch den Deich beweiden, auf dem hohes, frisches Gras wächst. Eine nette Reitersfrau aus dem Ort, sie hält hier zwei schöne Andalusier, bringt uns zusätzlich noch Heu und Salz für die Pferde. Wir beziehen wieder das Appartement, in dem wir uns schon letztes Jahr so wohl gefühlt haben. Wir bleiben drei Nächte, richten unsere Sachen, bummeln nach Slavonice und durchs Dorf, aber am Mittwoch gehts dann weiter.

Wir haben gut gefrühstückt, als wir so gegen 9Uhr auf die Pferde steigen. Unser Tagesziel ist noch nicht klar, auf unserer Wanderkarte sind einige Quartiere vermerkt, mal schauen wie es läuft. Es ist merklich kühler, nach der Hitze der letzten Tage aber nicht unangenehm. Durch den Wald führt uns der Weg vorbei an einem der vielen Teiche nach KADOLEC. Hier erinnert eine Rekonstruktion des früher hier verlaufenden Eisernen Vorhangs an die Teilung Europas zur Zeit des Kalten Krieges. Weiter durch den Wald gibts weiteren Geschichtsunterricht, Kleine Bunker entlang des Weges, sie stammen aus den 30iger Jahren, und waren Teil der umfangreichen Grenzbefestigungen aus der Zeit, als die Tschechen sich zu Recht von Deutschland bedroht fühlten. 

Als wir nach anderthalb Stunden aus dem Wald treten liegt vor uns auf einem Berg die mächtige Burg Landstein,die wir heute besichtigen wollen. Im letzten Jahr hatten wir sie schon von weitem gesehen. Am Fuß der Burg lassen wir die Pferde grasen, da wir nicht anbinden können, bleiben Yvette und Lisbeth bei ihnen und ich mache mich auf zur Besichtigung und Turmbesteigung. Von dort oben habe ich eine tolle Aussicht über die Wälder die sich hier bis zum Horizont ausdehnen und über den unterhalb der Burg gelegenen Stausee. 

Wir ziehen weiter, einige Kilometer Straße, u.a. weil ich einmal ein Wanderzeichen falsch lese. Auf den Straßen ist aber so gut wie kein Verkehr, selten ein Auto, schon eher werden wir von einigen der vielen tschechischen Fahrradfahrern überholt, die hier ihren Urlaub bzw. ihre Freizeit verbringen. Über Hurky, hier bekommen wir den Tipp im nächsten Ort auf der Alpakafarm zu übernachten, ein kurzer Anruf und wir sind angemeldet.

Die Alpakafarm ist ein im Aufbau befindlicher Reiterhof, der schöne Tinker züchtet und Reitferien für Kinder anbietet. Selbstverständlich gibts Alpakas,aber auch Schafe, Ziegen und Hühner. Wir werden mit Pfannkuchen und selbstgemachter Marmelade verwöhnt.

Am nächsten Tag reiten wir gemütlich weiter, wir sind auf Davids Farm in Jindris angemeldet. Gegen mittag liegen die 17km durch Wälder und Felder hinter uns. Wir sind froh, denn es ist wieder richtig heiß. Die Stallungen sind angenehm kühl und wir bauen unser Zelt im nahegelegenem "Camp Jindris" auf. Der gepflegte Campingplatz hat passend zum Sommerwetter einen eigenen Teich in Fußweite. Am Samstag feiern wir Davids Geburtstag, der heftige Gewitterregen kann die gute Stimmung nicht trüben. Mit der Schmalspurbahn fahren wir in die nahegelegene Stadt Jindrichuv Hradec mit der mittelalterlichen Schloß-und Burganlage.

 Die Schmalspurbahn bietet eine besondere Attraktion, eine fast hundertjahre alte Dampflokomotiven mit original Waggons fährt jeden Samstag von Jindrichuv Hradec nach Novo Bistrice, man kann einen Wagon für den Pferdetransport dazumieten oder auch einen Überfall bestellen.

Am Sonntag gegen Abend gibts wieder heftige Gewitter, zum Glück haben wir ein kleines Holzhüttchen bezogen und da für Montag Regen gemeldet ist, verlängern wir unsere "Ferien"für einen Tag.

 

Von Mikulov nach Mariz Teil 2

Dienstag, 09.06.2015

 

Die Lippizaner in Retz haben es uns angetan, wir müssen sie uns nochmal in aller Ruhe anschauen und so kommen wir erst um 10Uhr30 vom Hof. Durch den Wald wandern wir aufwärts, wir sind offensichtlich im Waldviertel. Noch immer ist es heiß und so sind wir froh über die vielen schattigen Waldwege. In Hessendorf dürfen wir die Pferde tränken, Lisbeth hat Glück,viele Gräben am Wegesrand führen noch etwas Wasser,es reicht für sie zur Abkühlung, aber nicht für die Pferde. Nach ca.20km machen wir für heute schluss. Unser Rastplatz in Langau am See passt prima zum Wetter. Schwimmen und Wasserskivorführung, Übernachtung im Tippidorf mit eingezäunter Wiese, der ganze See ein Jugendclub.

 

Die nächtliche Disco war angekündigt und wie zu erwarten laut. Wir sind halt nicht mehr ganz jung, so sind wir dann doch froh, als sich gegen vier der Lärm legt. Die Entschädigung, länger schlafen als gewöhnlich und ein erfrischendes morgendliches Bad im See.

Auch unsere nächste Etappe ist recht kurz. Yvette kann sogar traben und so kehren wir schon gegen 13 Uhr ins Gasthaus in Drosendorf Stadt ein. Gut gestärkt wandern wir hinauf zur Altstadt mit Burg und schöner Aussicht über die Mährische Thaya.

 

Nach einer gemütlichen Kaffeepause mit Mohnkuchen im Kaffehaus Mohn, schaffen wir auch noch die letzten 4km bis Autendorf. ca 40 Einwohner, fast ebensoviele Pferde, eine Reithalle und ein Golfplatz.Fertig ist das Golf-und Reiterdorf!

Rekord im Frühaufstehen, um 7 in der Früh sitzen wir auf den Pferden. Noch ist es angenehm kühl, aber es soll heute wieder etwas wärmer werden und gegen Abend sind Gewitter gemeldet. Wir richten uns weitestgehend an dem in unserer Karte ausgewiesenen Reitweg. Kaum Straße, eine wirklich schöne Strecke führt uns in eine Jausenstation nach Weikertschlag an der Thaya, dann über Rappolz zur tschechischen Grenze. Der folgen wir, ein steil bergabführender Weg, dann wirds sumpfig und zuletzt ein tiefer Graben mit reichlich Wasser und wir sind an der Rabingsmühle, die kennen wir noch vom letzten Jahr. Ganz in der Nähe führt der Reitweg nach Mariz. Als wir die lange Allee entlangreiten umfängt uns wieder der Zauber dieses alten Dorfes, dass während des Kommunismus unbewohnt war und heute von Künstlern und Lebenskünstlern und Feriengästen bewohnt und besucht wird. Hier werden wir 3Tage Pause machen und die Ruhe und das Flair genießen. 

 

Von Mikolov(CZ) )durchs Wein-und Waldviertel (A) nach Mariz (CZ) Teil 1

Donnerstag, 04.06.2015

 

Im letzten Jahr sind wir von Mariz/Slavonice nach Mikolov geritten, die Route folgte wie in diesem Jahr immer der österreichisch/tschechischen Grenze, diesesmal bleiben wir aber auf der österreichischen Seite. Unser erstes Ziel ist Wultendorf, 32km mit einer angebrochenen Rippe sind trotz Schmerzmittel nicht ohne. Schrittreiten geht ganz gut, laufen auch, an Trab ist nicht zu denken, Auf-und Absteigen sind eine Qual. Der Weg ist recht flach und eben, das machts etwas einfacher.Sicherheitshalber haben wir uns angemeldet und für den nächsten Tag eine Pause eingeplant.

 

Schon früh sehen wir rechter Hand die Kirchtürme der Stadt Laa an der Taya und linker Hand die Burg Staaz. 

Auf dem Kellerberg kurz vor Wildendürnbach, inmitten von Weinfeldern machen wir eine erste Rast. Am Hang liegen die Weinkellerhäuschen und eine kleine Kirche. Diese Kellerhäuser sind typisch für das Weinviertel und begegnen uns in den nächsten Tagen immer wieder.

Durch Neudorf bei Staats gehts weiter nach Kottingneusiedel. Im Gasthof stärken wir uns und treffen noch einmal auf Stani, den wir aus Mikolov kennen. Er wohnt im Ort und hat uns den Gasthof seiner Schwägerin und das Quartier in Wultendorf empfohlen, wirklich gute Tipps. Danke!

Bis Wultendorf sinds noch 5km, wir werden freundlich empfangen, die Boxen mit Paddock im, trotz der Hitze, luftigen schönen Stall, sind gerichtet und am nächsten Tag gibts auch noch eine große Koppel. Wir beziehen ein Matratzenlager neben dem wunderschönen Reiterstübchen. Von hier kann man in das große Reitzelt und über die Gruppenausläufe blicken. Der Tag klingt aus bei einem Roten in einer Runde von Wanderreiter/innen. 

Am nächsten Tag schauen wir uns Laa an der Thaya an und ruhen uns aus. Micky und Michael,der RV Wultendorf haben eine interessante,sehenswerte Reitanlage in einer schönen Reitgegend aufgebaut. Wir wünschen euch noch viele erlebnisreiche Wanderritte!

 

Weiter gehts rund um Laa. Eine Ackerbaulandschaft, die Felder sind allerdings kleiner als auf der Mährischen Seite, Windschutzhecken gliedern die Landschaft. Wir sind froh, das wir früh losgezogen sind und viele Wege im Schatten der Windschutzhecken liegen. Die Temperaturen liegen am Nachmittag weit über 30grad, als wir die Weingemeinde Seefeld-Kadolz erreichen. Hier ist die Europäische Wanderreitakademie beheimatet, wegen reger Bautätigkeiten ist der Reitbetrieb zur Zeit stark eingeschränkt.

 Nach einer Mückenreichen Nacht im Heubett, einer erfrischenden Schlauchdusche am frühen Morgen ziehen wir weiter. Unser Ziel heute, ein Lipizzanergestüt in Retz. Die tschechische Grenze in Sichtweite, aber nichtmehr durch Stacheldraht gekennzeichnet, führt unser Weg durch die Weinberge des westlichen Weinviertels. Es geht auf und ab, schöne Aussichtspunkte, kleine Dörfer und ein Spielkasino am Grenzübergang Kleinhaugsdorf säumen unsere Weg. 

Eigentlich wollen wir uns Retz anschauen, aber es ist so heiß, und so geht's immer schön bergauf zum Lippizanerhof. Der liegt idyllisch und fast ein wenig versteckt am Hang. Die Terrasse beschattet von einer riesigen mehrstämmigen Akazie, ein kühles Bier, die Pferde eine große, schattige Wiese und ein kühles Zimmer, was wollen wir mehr. Kaum zu glauben, aber auf diesem Hang, sind Stall, Wiesen,Reitplatz und Reithaus,Wohn-und Gästehäuser untergebracht und nicht zu vergessen, wunderschöne Lippizaner.

 

Wir machen Pause

Montag, 01.06.2015

Wir beschließen eine längere Pause zu machen und dann zu entscheiden, wie es weitergeht. Am Dienstag hat Yvette so starke Schmerzen, dass wir beide befürchten, dass wir die Tour vorzeitig beenden müssen. Der vorzeitige Versuch zu Reiten endet nach wenigen Minuten.

 

Mittwoch früh, Yvette hat gut geschlafen, sieht die Welt ganz anders aus. Wir wandern bei schönem Wetter in die Stadt und schaffen auch problemlos den Rückweg in den Reitstall. Also werden wir weiterziehen und eben solange wandern, bis Yvette wieder reiten kann. Bis Montag werden wir uns aber noch ausruhen. 

 

Ich bewege täglich beide Pferde auf dem großen Reitplatz. Frau Juran, die Frau des Stallchefs, verwöhnt uns mit leckerer tschechischer Hausmannskost und dann besuchen wir noch mit den Fahrern des Stalls ein Tschechisches Fahrtunier. Herr Hlavenka, Herr Juran und Rene können mit ihren Leistungen recht zufrieden sein.

Yvette packt beim Anblick der Schönen Gespanne das Fahrfieber.Am Sonntag lädt uns Familie Juran noch zu einem Kutschenausflug rund um Mikolov ein.

Unsere"Zwangspause" vergeht im Flug und Yvettes Rippe und Bluterguss machen zwar immernoch Schmerzen, aber am Sonntag klappt der zweite Reitversuch, vorsichtig im Schritt schon besser. Eine schöne Woche, trotz des Unfalls nimmt ihr Ende und wiedermal müssen wir Abschied nehmen

Vom Burgenland nach Tschechien

Samstag, 23.05.2015

Auf dem Althof bei Frauenkirchen verbringen wir vier geruhsame Tage. Wir erkunden die Umgebung mit dem Fahrrad, besuchen Frauenkirchen, Pottersdorf am Neusiedlersee und St.Andrä am Zicksee. Ideales Radlerrevier, flache Landschaft, geteerte Wirtschaftswege und gut ausgewiesene Radwege locken viele Radler an.

Am Horizont Windräder soweit das Auge reicht. Sie begleiten uns auf unserem Weg bis Deutsch Haslau. Am nächsten Morgen reiten wir nach Deutsch Altenburg und wiedermal müssen wir über eine Donaubrücke. Wir nehmen diesmal den Fahrradweg und hoffen, daß uns kein Fahrrad entgegenkommt. Die Brücke zieht sich über fast 2km, die Pferde sind cooler als wir, nur als wir das Teilstück über der Donau erreichen, hier ist der Weg aus geteerten Stahlplatten und die Huftritte hallen laut und die Plattenschwingungen erzeugen einen singenden Ton, sind die Pferde für einen kurzen Moment verspannt.

 Wir sind heilfroh als wir wieder festen Boden unter den Füßen haben und obwohl es erst kurz nach Mittag ist, beschließen wir für heute Schluß zu machen. Bei einem verlängertem schwarzen, einer Wiener Melange und warmen Apfelstrudel in einem alten Forsthaus beruhigt sich unser Puls allmählich. Und dann finden wir in Stupfenreuth auch noch ein Plätzchen bei einer netten Familie, die hier ihre Trabrennpferde hält. Boxen für die Pferde, ein sauberes Strohlager in der Scheune und eine warme Dusche. Das nächtliche Gewitter bemerken wir kaum.

Für die nächsten Tage wird die March unsere Begleiterin.In Marchegg ist ein großes WWF Naturreservat. HIER lebt die größte Storchenpopulation in Mitteleuropa- mehr als 50 Paare- inden Bäumen des Schloßhofes. Als wir den Park passieren, platzen wir auf dem Deich in eine Pressekonferenz, gerade bezieht eine kleine Herde von polnischen Wildkoniks ihr neues Domizil, ein grosses Wildgehege in den Marchauen.

Wunderschöne Wege durch die Auen und entlang des Damms, gemütliche Gasthöfe die zur Mittagsrast einladen und immer wieder freundliche Gastgeber in den kleinen Dörfern lassen uns das nicht ganz so freundliche Wetter vergessen. In Baumgarten, beim Reiterhof Franzi in Waltersdorf und in Bernhardsthal werden wir spontan aufgenommen und wir erzählen von der Reise und hören Geschichten von unsereren Gastgebern, die,wie unter Reitern üblich , meist von den Pferden handeln.

 

Und so erreichen wir am 23Mai den Reitstall in Mikolov, in dem wir schon auf unserem Hinweg einige Tage Pause gemacht haben. Der Weg führte uns noch einmal durch die große Parkanlage bei Lednice und wir können kaum glauben, dass fast ein Jahr vergangen ist !Wir sind durchgefroren und nass, als wir unser Ziel erreichen.Die letzte Stunde hats heftig geregnet und der Wind fegte durch die Weinberge. Wir sind froh, als die Pferde in den geräumigen Boxen stehen. Wir bekommen ein schönes Zimmer. Yvette ziehts gleich unter die Dusche. Und beim Ausstieg passierts, sie rutscht aus und fällt mit ihrer Rippe auf eine scharfe Kante. Wir haben Glück im Unglück, ein hilfsbereites Paar fährt uns in die 25km entfernte Klinik in Breclav. Die Rippe ist angebrochen, Yvette hat starke Schmerzen und kann sich kaum bewegen. Was nun? Wir werden erstmal Pause machen müssen und dann schauen wie es weitergeht. Wir dürfen erstmal bleiben und bekommen auch viel Unterstützung bei unserer Versorgung, denn Mikolov, ein schönes Städtchen mit einer berühmten Burganlage, ist ca 5km entfernt.

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